NaturlehrgartenAchtung geänderte Zeiten ab 1. März 2011: dienstags 13.15 Uhr bis 14.45 Uhr 14-täglich A-Woche! Leiter : Horst Girod
Inhalte und Ziele der Naturlehrgarten-Aktion :
Der Naturlehrgarten besteht aus heutzutage selten gewordenen Biotopen, die ursprünglich durch landwirtschaftliche Nutzung entstanden sind. Durch seine Lage (südwestlich exponierte, sonnige und trockene Hanglage mit feuchtem Talgrund neben dem Oberbach) haben sich unterschiedliche Wiesenbiotope herausgebildet, die zu ihrem Erhalt einmal im Jahr gemäht werden müssen. An den steileren Hängen ist der Boden trocken und nährstoffarm, deshalb existiert hier eine artenreiche Magerwiese. Im unteren Bereich, wo die Bodenverhältnisse feucht und nährstoffreicher sind, gibt es typische Hochstaudenwiesen mit Mädesüß, Sumpfstorchschnabel und vielen anderen Arten. In der Staunässe der direkten Umgebung des im Jahre 1988 angelegten Schulteichs kommen typische Röhrichtpflanzen vor. Im oberen Bereich des Naturlehrgartens hat die Bio - AG im Herbst des Jahres 1991 eine ca. 30 m lange und 12 m breite Feldgehölzhecke aus verschiedenen einheimischen Gehölzarten gepflanzt sowie dahinter eine Streuobstwiese mit Hochstammobstbäumen angelegt. Außerdem befindet sich im oberen Bereich noch ein einreihiger Gehölzstreifen aus ca. 40 bis 50 Jahre alten heimischen Baumarten, wo Vogelnistkästen und Fledermauskästen angebracht sind.

Dieses Mosaik verschiedener Biotope auf einer Gesamtfläche von ca. 8000 qm beinhaltet nicht nur eine Vielzahl von Pflanzenarten, sondern ebenfalls eine Artenfülle bei den Tierarten. Somit eignet sich der Naturlehrgarten als Stätte für feldbiologischen Unterricht , zumal eine im Sommer 1992 gebaute Sitzgruppe für ca. 30 Schüler geradezu dazu einlädt, Tafel, Kreide und Labor gegen Naturnähe einzutauschen und die direkte Begegnung mit dem Lebendigen in seinen vielfältigen Formen zu ermöglichen. Schüler sollen begreifen, dass bestimmte Pflanzen- und Tierarten nicht zufällig in der Magerwiese bzw. in der Feldgehölzhecke oder im Schulteich vorkommen, sondern dass sie jeweils an den Biotop gebunden sind und dort mit anderen Arten in einer Lebensgemeinschaft zusammenleben. Bestimmungsübungen sind dort ebenso möglich wie Ganzheitsbetrachtungen eines bestimmten Biotops und dessen Schutzwürdigkeit.
Somit dient der Naturlehrgarten dem Naturschutz, indem er dazu beiträgt, schützenswerte Biotope unserer Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen, was durch jährliche Mahd im Oktober und das Zusammenrechen und den Abtransport des Heus geschieht. Dazu werden in einer Schulwoche etliche Klassen und Oberstufenkurse in Form praxisorientierten alternativen Unterrichts in ihren Biologiestunden eingesetzt.
Horst Girod, 04/2011 |