Kunst im Stift
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Lehrer

Dr. Jochen DietrichKU, D
Margret KortmannKU, SP
Katrin LeipoldKU, D

Unser Lehrplan

Fachunterricht

Die Unterrichtsziele im Fach Kunst münden nicht in einer allgemeinen Geschmacksausbildung oder in der Vermittlung von Fähigkeiten schöne, dekorative Bilder anfertigen zu können, sondern werden vielmehr von der Ansicht geleitet, dass durch Erlernen von Fertigkeiten und Kenntnissen grundsätzlich ein jeder potentiell die Fähigkeit zur Kommunikation oder künstlerischen Tätigkeit erlangen kann.

Anna SchimkeKatharina Koslow

Kommunikative und künstlerische Kompetenz kann erreicht werden durch die Vermittlung von Kenntnissen über Herkunft, Struktur und ästhetischer Erscheinungsweise einer epochenspezifischen oder individuellen Sprache der Kunst und visuellen Kommunikation, sowie durch eigene künstlerische Produktionen der Schüler. Die pädagogischen Anstrengungen - immer vor dem Hintergrund der emanzipatorischen Bedeutung der Kunst und visuellen Kommunikation für die Schüler - können auch zur Entwicklung individueller künstlerischer und kommunikativer Neigungen der Schüler beitragen.

Durch Reflexion der materiellen, spirituellen und kulturellen Strömungen der Kunstgeschichte, im Kontext des jeweiligen sozialen und politischen Umfeldes - die Gebiete der Malerei, Zeichnung, Grafik, Plastik und Architektur umfassend - und durch eigene künstlerische Produktionen können die Schüler die Möglichkeit erhalten, kunstgeschichtliche Erkenntnisse mit ihren selbst gewonnenen künstlerischen Erfahrungen zu verknüpfen. In diesem Zusammenhang kann auch die immer wieder diskutierte und so entscheidende Suche nach einer ontologischen Definition der Kunst - damit verknüpft ihr Streben nach einer Kunsttheorie - thematisch aufgegriffen werden.

Darüber hinaus sollte eine Auseinandersetzung mit außerkünstlerischen ästhetischen Phänomenen der visuellen Kommunikation (Werbung, Design, Comic, neue Medien - Fotografie, Film, Video, Computergrafik, etc.) - vor dem Hintergrund der Erziehung zur Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung - genauso sinnvoll und notwendig sein, wie es sachlich anzustreben ist, dass der künstlerisch-praktischen Produktion durch die Schüler - vermehrt auch im Bereich neuer Medien - eine primäre Funktion zukommt. Dabei wird jeweils jahrgangsstufen- und lerngruppenspezifisch die Interdependenz von theoretischer Betrachtung (dominant kognitiver Lernbereich), praktischer Produktion (dominant instrumenteller Lernbereich) und Auseinandersetzung mit eigenen Produkten und/oder Produkten der Mitschüler (dominant sozial/affektiver Lernbereich) angestrebt. So können Theorie und Praxis eine sinnvolle Einheit bilden und dem Schüler Fähigkeiten vermitteln - auch über den engeren Bereich des Fachs Kunst hinaus - um kompetent in einer von Medien und Bildern dominierten Gesellschaft Zusammenhänge zu erkennen, zu reflektieren, fundiert zu beurteilen, selbständig und sozialverantwortlich visuell zu kommunizieren und zu produzieren.

Fächerübergreifende Verknüpfungen können sich ergeben aufgrund der schulinternen curricularen Themen, Verfahren, Abläufe, Reflexionsstufen und Methoden, insbesondere mit den Fächern Philosophie, Deutsch, Physik und Sport. Eine Festlegung interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einzelnen Fachkollegen ist selbstverständlich abhängig vom Lehr/Lernstoff, dem Lernstand und der Lerngruppe. So werden spezielle interdisziplinäre Themenkomplexe jeweils nach sachbezogenen Erfordernissen erarbeitet. Das Lernen an anderen Orten wird vornehmlich in der Sek.II durchgeführt, so in verschiedenen Museen und Ausstellungen überregionaler Bedeutung.

Die Räumlichkeiten des Fachs Kunst zeigen sich als Orte, an denen kommunikativ und kreativ in anregender Atmosphäre gelernt und gearbeitet werden kann, wobei besonders der persönliche Einsatz der Lernenden und Lehrenden immer wieder bemerkenswerte Ergebnisse hervorbringt (das zeigen auch die in der Bildergalerie präsentierten Schülerarbeiten).

In den letzten Jahren wurde das Fach mit Hard- und Software moderner Medientechnik ausgestattet, darüber hinaus bieten die Einrichtungen der Informatikräume für den Kunstunterricht wirkungsvolle Lern- und Arbeitsmöglichkeiten. Im Zuge der z. Z. anstehenden baulichen Erweiterungsmaßnahmen des Gymnasiums entstehen auch zwei neue Kunsträume, die das Lernen und Arbeiten im Fach Kunst zukünftig noch effektiver unterstützen werden, sodass auch weiterhin Abiturienten des Gymnasiums ein Studium oder eine Ausbildung in künstlerisch-kreativen Bereichen aufnehmen und erfolgreich abschließen können ( z.B.: Architektur, Mediengestaltung, Grafik-Design, Fotografie oder Kunstpädagogik ).

Sehen Sie dazu auch die aktuelle Kunst-AG: "Traum vom Raum"