Lehrer |
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| Reinhard Pasternak | PL, D, L
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FachunterrichtDas Unterrichtsfach 'Philosophie', das sich unter anthropologischem Aspekt mit dem Menschen, dessen Verhältnis zu seiner natürlichen und sozialen Umwelt und vor allem mit metaphysischen und ethischen Fragestellungen beschäftigt, wird ab EPG8 bzw. EPG9 unterrichtet. Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, müssen das Fach Philosophie als Ersatz wählen. Die Themen für die jeweiligen Halbjahre (Kurse) sind curricular vorgegeben und werden von Jahrgang zu Jahrgang durch sich ändernde inhaltliche Vorgaben weitgehend obligatorisch bestimmt: EPG8/EPG9/1: | Einführung in die Philosophie am Beispiel konkreter Alltagserfahrungen. Herangezogen werden philosophische Texte vom Altertum bis zur Gegenwart. Ein Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit besteht in der Einführung erkenntnis-theoretischer Grundhaltungen wie Empirismus, Rationalismus, Kritizismus und entsprechender wissenschaftlicher Methoden wie Induktion, Deduktion, Dialektik usw. | EPG8/EPG9/2: | Probleme der Bestimmung des Menschen. Einführung in das Verständnis philosophischer Grundbegriffe wie Zeit, Raum, Kategorie, Glück, Leid, Liebe usw. unter anthropologischem Aspekt. In der Regel werden hier erste Einblicke in Verfahren menschlichen Verstehens und wissenschaftlicher Methoden wie der Hermeneutik gewährt. | 12/1: | Probleme des menschlichen Handelns (Ethik) - Freiheit und Determination - der kategorische Imperativ: Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft - Freiheit und Verantwortung: Bentham, Eine Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung; Positionen des Utilitarismus: Mill und Singer | 12/2: | Probleme von Politik, Recht, Staat und Gesellschaft - Recht und Gerechtigkeit: Locke, Zwei Abhandlungen über die Regierung; Hobbes, Leviathan; Kant, Zum Ewigen Frieden; Hume: Die wertlose Fiktion vom Gesellschafts-vertrag Rawls, Eine Theorie der Gerechtigkeit | 13/1: | Probleme des Denkens, Erkennens und der Wissenschaft - Zweifel als Grundlage der Erkenntnis: Platon, Höhlengleichnis; (Aristoteles’ Auseinandersetzung mit Platons Idealismus) Hume, Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand; Kant, Kritik der reinen Vernunft - Wissenschaft und Weltbild: Dilthey, Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften (In diesem Zusammenhang werden nach Möglichkeit Exkursionen über Hegels dialektische Methode vorgenommen.) - Wissenschaftliche Verfahrensweisen: Popper, Logik der Forschung (Exkursionen: Metatheoretische Erkenntnistheorien) Kuhn, Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen | 13/2: | Exemplarische Erarbeitung einer philosophischen Ganzschrift: Jonas: Das Prinzip Verantwortung. (Zum besseren Verständnis des Textes werden in der Regel Passagen aus Nietzsche, Marx und Kant herangezogen.) |
Unterrichtsergänzende Veranstaltungen Am Ende der Jahrgangsstufe 12.1 finden - in Zusammenarbeit mit der Akademie Biggesee – Philosophische Besinnungstage statt, in denen unsere Schülerinnen und Schüler über sich und die Welt unter besonderer Berücksichtigung rechtsphilosophischer und politischer Fragestellungen nachdenken und verantwortungsbewusstes Handeln in vielfältigen Projekten erproben können. Gute Gründe für die Wahl des Faches Philosophie Philosophie ist vorrangig eine Reflexionswissenschaft. Es werden die Grundlagen unseres Denkens, Handelns und Bewertens nicht nur im normalen Alltag, sondern auch unter Einbeziehung des jeweiligen historischen Kontextes in der großen Politik, den bedeutenden Wissenschaften und den hervorragenden Werken der Kunst und Literatur erarbeitet und reflektiert. Deshalb werden nach Bedarf ebenso tagesaktuelle Zeitungsberichte und –interviews in den Unterricht integriert wie anspruchsvolle Spielfilme, mit denen unsere Schüler und Schülerinnen sich auch privat auseinandersetzen. Dass sprachkritische, wissenschaftstheoretische, ästhetische und ethische Reflexionen immer mit Blick auf konkrete Unterrichtsinhalte der jeweiligen aktuellen Unterrichtsfächer der Qualifikationsphase vorgenommen werden, macht Philosophie zu einem Unterrichtsfach, in dem seiner originären Eigenart wegen schon immer fächerübergreifend gearbeitet wird. R. Pasternak, November 2010 |