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Die äußeren Bedingungen für das Sport treiben und sich bewegen am Gymnasium Stift Keppel sind sehr vielfältig. Die Schule verfügt über eine Zweifachsporthalle mit einer Indoor-Kletterwand. Der 2010 erneuerte Sportplatz verfügt über eine 100 Meter Tartanbahn und eine Kugelstoßanlage. Im Sommer stehen zwei Tennisplätze zur Verfügung. Außerdem nutzen wir die Allenbacher Turnhalle und das in der Nähe liegende Dahlbrucher Hallenbad. Die Nähe zur Breitenbachtalsperre ermöglicht uns, dort Inline-Skating oder Ausdauerläufe durchzuführen.

Um das Unfallrisiko im Sportunterricht möglichst gering zu halten, hat die Fachschaft Sport ein Informationsblatt zur Gesundheitserziehung und Sicherheitsförderung im Schulsport erarbeitet.

Zur Beurteilung der sportlichen Leistungen in der Sekundarstufe I + II hat sich die Fachschaft Sport auf ein umfangreiches Leistungskonzept verständigt.

Das Fach Sport wird in den Jahrgangsstufen fünf bis acht und in der Einführungsphase (EF) bis zur Qualifikationsphase 2 (Q2) dreistündig, und in der Jahrgangsstufe neun, zweistündig unterrichtet. Die Inhalte des Lehrplans für die Sekundarstufe I sind in der Gesamtübersicht Obligatorik und Freiraum einsehbar.

In der Sek II sind in der EF nach Möglichkeit sechs verschiedene Bewegungsfelder vorgesehen. Vor Beginn der Q 1 wählen die Schülerinnen und Schüler ein sogenanntes Kursprofil. Zwei davon können Inhalt des Sportunterrichts sowohl in der Q1 als auch der Q 2 sein. Ein drittes Bewegungsfeld wird im Kurs abgesprochen. Die Inhaltsbereiche Den Körper wahrnehmen und Bewegungsfähigkeiten ausprägen und Das Spielen entdecken und Spielräume nutzen sind obligatorisch in jedem Kursdurchgang auf ein Unterrichtsvorhaben zu beziehen.

Es werden regelmäßig Mädchen- und Jungenmannschaften der verschiedenen Altersklassen zu Kreismeisterschaften und anderen außerschulischen Sportwettkämpfen gemeldet, vorwiegend in den Sportarten Handball, Fußball, Volleyball, Leichtathletik und Schwimmen. In den Sportarten Handball und Fußball gab es bereits mehrere Kreismeistertitel zu feiern.

Schulintern wird seit 2004 jeweils kurz vor den Halbjahreszeugnissen ein Fußballturnier für die Jahrgangsstufen 7 und 8 ausgerichtet. Jede Klasse bildet hierfür eine Jungen- und eine Mädchenmannschaft, die untereinander im Spielmodus „Jeder gegen Jeden“ die einzelnen Turniersieger ermitteln. Als Schiedsrichter fungieren Schüler der Oberstufe. Neben sportlichen Zielen wie Fairplay, Mannschaftsdienlichkeit und Wettkampferfahrung soll dabei die Klassengemeinschaften gestärkt werden. Zudem besteht die Möglichkeit der Titelverteidigung in Jahrgangsstufe 8. Alle Klassen erhalten eine Urkunde, die Siegerklassen mit Mannschaftsfoto.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 treten im Sommer zum Hilchenbacher Schultriathlon an. Da im schulinternen Lehrplan das Thema Ausdauerschulung einen der Schwerpunkte darstellt, bereiten sich die Schülerinnen und Schüler an der Breitenbach Talsperre zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Wettkampf vor.

Jährlich organisiert die SV den Sportaktionstag. Die Fachschaft steht den Schülern beratend zur Seite. Vor den Sommerferien wählen die Schüler unter zirka 20-30 verschiedenen sportlichen Angeboten eine Sportart aus. Hier können sowohl Schüler als auch Lehrer neue Bewegungserfahrungen sammeln oder vermitteln. Altbekannte Schulsportarten wie Fußball, Handball, Badminton, und Trampolin, nicht ganz so alltägliche wie Gesellschaftstanz, Rock‘n Roll, Mountainbike Inlineskating und viele neue Impulse wie Kapoeira, Yoga, Fechten, Minigolf, Schwertkampf und Rhönradturnen werden angeboten.

Der Sportaktionstag wurde auf Wunsch der SV als Alternative zu den Bundesjugendspielen eingeführt. Die Fachschaft Sport hält dieses für sinnvoll, da die Schüler an diesem Tag eine viel längere Bewegungszeit haben als bei herkömmlichen Bundesjugendspielen. Außerdem ist die Motivation der Teilnehmer höher, da sie eine selbst erwählte Sportart ausüben können. Auch hier kann sich das jahrgangsübergreifende gemeinsame Sport treiben positiv auf die Schulgemeinschaft auswirken. Die Lehrer agieren nicht als „Kampfrichter“, sondern als Helfer und größtenteils als Teilnehmer, was sich positiv auf das Schüler-Lehrer Verhältnis auswirken kann.

Die Skilehrfahrt, die jährlich an unserer Schule für die Jahrgänge 9-11 angeboten wird, bietet den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit das alpine Skifahren oder Snowboardfahren zu erlernen. Aber auch Fortgeschrittene und Könner sind herzlich willkommen und können durch die Differenzierung in Gruppen mit unterschiedlichen Leistungsniveaus ihre Fertigkeiten festigen und vertiefen. Zudem sieht unser Konzept vor, dass die erfahrenen Ski- und Snowboardfahrer zu Beginn der Fahrt einen Anfänger begleiten. Somit ist je nach Gruppenzusammensetzung oftmals eine eins zu eins Betreuung möglich, was zu einem schnellen Lernerfolg führt und den Schülern und Schülerinnen besondere Erfahrungen in Bezug auf ihre sozialen Kompetenzen zuteilwerden lässt. Diese Form des Miteinanders, die wir im Schulalltag eher selten finden, sowie die Tatsache, dass es sich um eine jahrgangsübergreifende Fahrt handelt, hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Stimmung und Gruppenzusammengehörigkeit während der Exkursion, sondern auch auf das Zusammenleben im Schulalltag.

Neben diesem besonderen Gruppenerlebnis ermöglicht die Skilehrfahrt den Schülern und Schülerinnen über den Sportunterricht hinaus vielfältige Bewegungserfahrungen zu sammeln und eine weitere Sportart kennenzulernen, die Bestandteil eines lebenslangen Sporttreibens sein kann. Das im normalen Sportunterricht eher schwer abzudeckende Erfahrungs- und Lernfeld „Bewegen auf rollenden und gleitenden Geräte“ umfasst das Fördern der dynamischen Gleichgewichtsfähigkeit, das Erleben und Beherrschen der Geschwindigkeit sowie der Flieh- und Beschleunigungskräfte, das Erfahren eines größeren Aktionsradius sowie den verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und anderen, Materialien und Geräten. All dies kann durch die Skischulfahrt realisiert werden.

Des Weiteren schafft das von uns praktizierte Skifahren im Einklang mit Natur und Umwelt bei den Schülern ein ökologisches Problembewusstsein. Durch das sportive Naturerlebnis und die begleitende Theorieeinheit vor Ort werden Einblicke in ökologische Zusammenhänge gewährt und ein naturbewusstes Ski- und Snowboardfahren vermittelt.

Alle zwei Jahre findet eine Sporthelferausbildung in Kooperation mit der Carl-Kraemer Realschule für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun statt.

Sporthelfer sind geeignete Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, Sportangebote für sich und andere zu organisieren und durchzuführen. Sie sollen dabei ihre Interessen und die ihrer Mitschüler vertreten und in die Planung und Durchführung von Sportveranstaltungen einbringen. Als Einsatzmöglichkeiten bietet sich u.a. folgende Bereiche an:

- Hilfsfunktionen bei Arbeitsgemeinschaften

- Pausensport

- Sportveranstaltungen der Schule

(wie die Unterstützung des Sportaktionstages oder bei Schulsportwettkämpfen)

Wie sieht die Ausbildung organisatorisch aus?

Die Schülerinnen und Schüler werden in ca. 30 Unterrichtsstunden auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Die Inhalte der Unterrichtseinheiten umfassen folgende Bereiche: Gruppenleitung, Erste Hilfe, Aufbau einer Praxisstunde, Sinn und/oder Unsinn des Dehnens, Aufwärmen, Pausensport, rechtliche Grundlagen, Gefahren in der Sporthalle, Helfen und Sichern, kleine Spiele und vieles mehr.

Am Ende muss keine Prüfung abgelegt werden, sondern der gezeigte Einsatz, das Interesse und das Verantwortungsbewusstsein führen zum Bestehen. Die Bescheinigung wird vom Landessportbund ausgestellt und entspricht dem Gruppenhelferschein I, sie ermöglicht den Teilnehmern auch einen Einsatz im Verein als Gruppenhelfer.

Im Ag-Bereich gibt es verschiedene Freizeitsportarten zu entdecken. Hier können die Schüler und Schülerinnen Bewegungserfahrungen sammeln, Spannungen abbauen und Kontakte außerhalb der eigenen Klasse oder des eigenen Jahrgangs knüpfen.

 

Buschbaum / Weber 2013