Kurzer Reisebericht
Aufbruch gegen acht Uhr morgens am Bahnhof Allenbach – vor dem Stiftstor herrscht
Gedrängel, schließlich fährt 2009 ein Jahrgang mehr als sonst. Gute Wünsche, Ermahnungen,
Winken, das Übliche. Einer ist erkältet, will aber unbedingt mit.
Die Busfahrt verläuft angenehm ereignisarm, am frühen Nachmittag sind wir in Weimar, die Sonne scheint, alles bestens – bis auf die Stadtführung, deren Qualität etwas darunter leidet, dass die Führerin sich selbst für ein Opfer der Wende hält und jeden, der nicht das Geburtsdatum und die Schuhgröße von Goethe, Schiller, Herder, Wieland und Anna Amalia aufsagen kann, für einen (Zitat:) Hauptschüler. Kurz gesagt, eine zum Sterben langweilige, phasenweise sogar patzige Führung durch eine Stadt, die auf diese Weise wenig Chancen erhält, Zehntklässler zu begeistern. Immerhin, es sollte der einzige Flop im Kulturprogramm bleiben.
Gegen 19 Uhr laufen wir das A&O-Hostel in Dresden an: ein Plattenbau, der jedoch geschickt zu einem Jugendhotel umgebaut wurde. Recht zentral gelegen, Zimmer nicht zu groß und nicht zu hässlich, und auf dem Dach ein Terrassenkaffee, von dem aus man einen 1Aausblick auf das Stadtzentrum hat. Wer sich satt gesehen hat, kann Tischtennis und Kicker spielen oder die wii nutzen. Wir sind die einzige Gruppe im Haus, und die wenigen Einzelreisenden stören uns nicht.
![]() |
| 10c auf den Stufen der Semperoper |
| Anfang der Seite | Artikel | Hauptseite |