In der zweiten Woche der Herbstferien, genauer gesagt am Mittwoch, dem 21. Oktober 2009, trafen sich um 10.00 Uhr morgens bei klirrender Kälte 6 Schüler mit Herrn Girod vor dem Bio-AG-Schuppen, um die diesjährigen Saisonarbeiten im Naturlehrgarten durchzuführen. Leider wollte der Balkenmäher nicht anspringen. In letzter Not wurde unser Hausmeister, Herr Reichelt , geholt, der die Zündkerze abschraubte und mit einer Drahtbürste gereinigt hat. Danach lief der Mäher und die Arbeit konnte mit einer Stunde Verspätung endlich beginnen.
In diesem Jahr fand der Pflegeeinsatz unter Mitwirkung von Maximilian Martynek (9 a), Tim Marvin Trapp (9 a), Michael Branß (10 b), Sebastian Jarling (Jgst. 11), David Berg (Jgst. 12), Malte Niehues (Jgst. 12) und Julian Quenzer (Jgst. 12) statt. Es galt, die Wiesenbereiche des 8000 m˛ großen Naturlehrgartens zu mähen, damit die wertvollen Biotope nicht verbuschen, sondern als artenreiche Wiesen erhalten bleiben.
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| Julian Quenzer, David Berg, Sebastian Jarling und Malte Niehues (von links). Der Balkenmäher im Einsatz | |
Neben den Mäh- und Rechenarbeiten mussten der Schulteich von überschüssigem Pflanzenmaterial befreit und die Uferbereiche beschnitten werden, da die ansonst im Winter dort anfallende tote Biomasse zu einer starken Verschlammung und Überdüngung des Gewässers führen würde.
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| Tim Marvin Trapp und Maximilian Martynek bei den Arbeiten am Schulteich (von links). | |
Im Bereich der Feldgehölzhecke wurden in den Weg hereinragende Äste des Schlehdorns mit der Astschere entfernt, so dass der Weg durch die Hecke leichter passierbar ist. Auch wurden in den angrenzenden Wiesen wachsende Jungpflanzen des Schlehdorns entfernt. Bei der Sitzgruppe wurden ebenfalls störende Äste der Feldgehölzhecke abgeschnitten. Das Schnittgut wurde anschließend mit der Schubkarre abtransportiert.
![]() | Mit einer Panne hatte der Tag angefangen, mit einer Panne hörte er auch wieder auf. Aufgrund von Dornen des Schlehdorns waren beide Reifen des Balkenmähers am frühen Nachmittag platt. Wir beschlossen, weiter zu mähen, was mit Reifen ohne Luftdruck langsamer vonstatten ging und besonders am steilen Hang anstrengender war. Gegen 17.30 Uhr löste sich dann der Reifenmantel eines Rades von der Felge; das war dann definitiv der Schluss der Mäharbeiten am Mittwoch. |
| Michael Branß beim Astabschnitt vor der Feldgehölzhecke. |
So mussten am Donnerstag die Reifen mit neuen Schläuchen ausgestattet werden, so dass wir erst am Freitag, dem 23. 10. 2009 unsere Mäharbeiten beenden konnten. Zusätzlich wurden die Bereiche um die Steinhaufen und Holzstapel, wo zum Teil Brombeersträucher sich angesiedelt hatten, manuell mit einer Heckenschere beschnitten. Für Feinarbeiten ist ein Balkenmäher halt nicht gedacht. Insgesamt haben die 7 Schüler in ihrer Freizeit mit viel Fleiß, aber auch mit viel Freude nicht nur etwas für den Erhalt des Naturlehrgartens für Lernzwecke, sondern gleichzeitig auch eine Menge für den Naturschutz getan. Im Naturlehrgarten kommen zahlreiche zum Teil seltene Pflanzen- und Tierarten vor.
Doch damit waren die Pflegearbeiten im Naturlehrgarten noch nicht beendet. In den ersten drei Schultagen nach den Herbstferien war die Mitarbeit der Klassen und Kurse gefragt, die von Herrn Girod unterrichtet werden. In diesem Schuljahr kamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 c, 8 a, 8 b, der Differenzierungskurse Biologie/Chemie der Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 sowie des Biologie Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 zum Einsatz. Hier einige Impressionen von der Arbeit.
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| Es gab wieder eine Menge Heu zusammenzurechen und aufzuladen. | Beim Abtransport des Mähgutes zur Abladestelle. |
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| „Hilfe, ich werde mit Heu beworfen!“ An der Abladestelle galt es, das Mähgut zu verteilen, damit der Komposthaufen nicht zu hoch wird. Auf diese Weise wird der Verrottungsprozess beschleunigt. |
Insgesamt war der Arbeitseinsatz für die meisten Schülerinnen und Schüler eine Bereicherung des Schulalltags, zumal dabei ja Naturschutz praktiziert und nicht nur theoretisch im Unterricht abgehandelt wird. Wenn die Schülerinnen und Schüler den Naturlehrgarten im nächsten Frühjahr und Sommer im Unterricht, bei der Anfertigung von Facharbeiten oder in der Biologie-AG aufsuchen und dort den vielen Pflanzen- und Tierarten begegnen, können sie mit Stolz von sich behaupten: „Wir haben dafür gesorgt, dass ihr weiterhin hier gut leben könnt.“
Horst Girod
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