London calling – eine Q2 zwischen Big Ben, Pub-Kultur und UNO Extreme
Montag, 12.10.2026 – Wer braucht schon Schlaf?
Unsere Studienfahrt nach London begann zu einer Uhrzeit, zu der selbst die meisten Bäckereien noch überlegten, ob sich das Aufstehen überhaupt lohnt. Um 1:00 Uhr trafen wir uns auf dem Parkplatz, die Abfahrt war für 1:30 Uhr geplant. Mit mehr oder weniger offenen Augen und der Hoffnung, die nächsten Stunden irgendwie zu überleben, machten wir uns auf den Weg.
Nach gerade einmal 10 Minuten Fahrt kehrte bereits eine verdächtige Stille im Bus ein. Gespräche? Fehlanzeige. Unterhaltung? Überbewertet. Die meisten hatten beschlossen, dass Schlafen die einzig vernünftige Aktivität war. Ein Zustand, der uns auf dieser Fahrt noch häufiger begegnen sollte.
Nach zwei Pausen – einer zum Tanken und einer etwas längeren in Belgien – erreichten wir gegen 8:30 Uhr den Hafen von Dünkirchen. Dort stand zunächst die Border Control auf dem Programm. Anschließend hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit, bis wir endlich auf die Fähre durften.
An Bord angekommen, führte der erste Weg für viele zum Bistro. Schließlich musste nach der anstrengenden Busfahrt erst einmal gefrühstückt werden. Typisch Britisch mit Bohnen, gehaltlosem Toast, Tomate, Würstchen und Ei. Andere bevorzugten weiterhin die horizontale Lebensweise und schliefen einfach weiter. Es wurde geredet, gegessen und gespielt. Eine größere Gruppe wagte sich sogar an UNO Extreme. Unsere beiden begleitenden Kollegen hatten uns im Vorfeld bereits eindringlich gewarnt: „Bei Pupillenstillstand wird UNO Extreme mit Frau Wahl gespielt.“
Kurz vor der Ankunft in Dover konnten wir die berühmten White Cliffs of Dover bestaunen. Ein durchaus romantischer Moment – wäre da nicht die Tatsache gewesen, dass einige vermutlich gerade erst wieder richtig wach wurden. Nach der Ankunft ging es noch ungefähr zwei Stunden mit dem Bus weiter nach London. Überraschenderweise nutzten viele diese Gelegenheit, um erneut die Augen zu schließen. London konnte schließlich auch ohne uns kurz warten.
In der britischen Hauptstadt angekommen, durften wir leider noch nicht direkt in unser Hostel einchecken. Immerhin konnten wir unsere Koffer abstellen und eine Stunde lang die nähere Umgebung erkunden. Als wir später endlich unsere Zimmer beziehen konnten, folgte die nächste Überraschung: Die Zimmer waren klein, die Betten überschaubar und die Zimmerverteilung erstreckte sich über verschiedene Etagen. Man könnte sagen, wir waren platzsparend untergebracht. Von den Bädern möchten wir hier nicht sprechen. Aber Gemeinschaftsgefühl entsteht schließlich auch dadurch, dass man sich gegenseitig auf den Fluren besucht.
Um 18:30 Uhr gab es Cheeseburger mit Chips zum Abendessen. Für einige war damit der kulinarische Höhepunkt des Tages bereits erreicht. Anschließend blieb noch etwas Zeit, um das Londoner Nachtleben kennenzulernen, bevor um 22:30 Uhr Nachtruhe angesagt war und alle wieder im Hostel sein mussten.
Nach einem langen Tag voller Busfahrt, Grenzkontrollen und erster Eindrücke fielen nach und nach alle ins Bett. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war groß – die Hoffnung auf etwas mehr Schlaf vermutlich noch größer.
Dienstag – London im Schnelldurchlauf und Shakespeare mit Stil
Der erste richtige Morgen in London begann um 8:30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Nach der ersten Nacht im Hostel konnten wir uns am Buffet stärken und versuchen, wieder halbwegs wie ausgeschlafene Menschen auszusehen. Anschließend blieb etwas Zeit, um sich fertig zu machen, bevor um 10:00 Uhr unsere dreistündige Bustour durch London startete.
Gemeinsam mit unserer ausgesprochen netten englischen Tourguide Susi erkundeten wir die Stadt bequem vom Bus aus. Dabei erfuhren wir spannende Geschichten, lustige Anekdoten und allerlei Fun Facts über Londons Sehenswürdigkeiten und Stadtteile. Die Route führte uns vom Hostel durch die City of London, das Finanzviertel und Westminster bis zum Buckingham Palace. Innerhalb von drei Stunden bekamen wir also einen guten Überblick über die Stadt – Sightseeing im Schnelldurchlauf, ganz ohne Blasen an den Füßen.
Zwischendurch legten wir einen Stopp ein und spazierten gemeinsam über die Millennium Bridge. Dabei fielen tatsächlich die einzigen Regentropfen der gesamten Studienfahrt. London wollte offenbar kurz seinem Ruf als regenreiche Stadt gerecht werden, überlegte es sich dann aber anders und schickte uns stattdessen strahlenden Sonnenschein. Über dieses unerwartet freundliche Wetter freuten wir uns natürlich sehr.
Trotz des typisch hektischen Londoner Verkehrs schafften wir es, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Am Buckingham Palace angekommen, durften wir uns in Kleingruppen aufteilen und die Stadt selbstständig erkunden. Herr Wehren und Frau Wahl boten außerdem ihre persönliche „London-zu-Fuß-Tour“ an, der sich ein Teil der Gruppe anschloss. Während manche also London zu Fuß entdeckten, nutzten andere die Gelegenheit für eigene Erkundungen, Shopping oder eine wohlverdiente Pause.
Für 18:30 Uhr war das gemeinsame Abendessen im Hostel geplant. Allerdings hatte der Londoner Nahverkehr offenbar beschlossen, unseren Zeitplan auf die Probe zu stellen. Auf einer Tube-Linie gab es Probleme, manche Busse fielen aus und verschiedene Gruppen mussten kreative Lösungen für ihren Rückweg finden. So trudelten alle nach und nach etwas verspätet zum Essen ein. Einige mussten allerdings schon bald wieder los, denn für sie stand am Abend noch ein ganz besonderes kulturelles Erlebnis an.
Shakespeare Globe Theatre – drei Stunden stehen für die Kultur
Für einige von uns ging es am Dienstagabend ins berühmte Shakespeare Globe Theatre, um die Komödie Much Ado About Nothing („Viel Lärm um nichts“) zu sehen.
Das 1997 nach dem Vorbild des Originals von 1599 errichtete Freilufttheater am Ufer der Themse beeindruckte bereits beim Betreten. Mit seiner strohbedeckten Fachwerkkonstruktion, den detailreichen Verzierungen und den umlaufenden Balkonen fühlte man sich direkt ins 16. Jahrhundert zurückversetzt. Geschichte zum Anfassen – und zwar so authentisch, dass man auch auf bequeme, moderne Sitzgelegenheiten verzichten musste.
Besonders intensiv erlebten diejenigen das Stück, die sich als sogenannte Groundlings einen Stehplatz direkt vor der Bühne gesichert hatten. Fast drei Stunden Stehen waren zwar nicht unbedingt die Definition eines entspannten Theaterabends, dafür war man dem Geschehen so nah wie möglich. Die Schauspieler bewegten sich durch die Menschenmenge und bezogen das Publikum immer wieder in ihr humorvolles Spiel ein. Wer eine ruhige, passive Vorstellung erwartet hatte, wurde also schnell eines Besseren belehrt.
Auch die Inszenierung war überraschend modern. Obwohl die Handlung im italienischen Messina spielt, traten die Schauspieler:innen in schicken Hemden und pinken Leinenanzügen auf und überraschten mit modernen Tanzeinlagen sowie vollem Körpereinsatz. Shakespeare traf auf Modebewusstsein – und offenbar auch auf ein Fitnessprogramm.
Der typische Wortwitz des Stücks blieb dabei erhalten und wurde durch das ausdrucksstarke Schauspiel auch für uns im 21. Jahrhundert verständlich und äußerst unterhaltsam. Begleitet von Live-Musik der Streicher entstand eine besondere Atmosphäre, die uns trotz müder Beine in ihren Bann zog.
Am Ende war die Begeisterung groß und die Füße vermutlich erleichtert. Der Besuch wurde für viele zu einem der Highlights der Studienfahrt. So sehr, dass einige am nächsten Tag direkt noch ein weiteres Theaterstück besuchten. Shakespeare hatte uns offenbar überzeugt.
Passend dazu sagte Claudio im zweiten Akt:
„Silence is the perfectest herald of joy. I were but little happy if I could say how much.“
Wir waren jedenfalls so begeistert, dass uns beinahe die Worte fehlten. Beinahe – denn Gesprächsstoff gab es anschließend mehr als genug.
Pub, Spätsommerwetter und ein Platz an der Wall of Fame
Während einige von uns Shakespeare genossen, zog es eine große Gruppe in einen Pub. Bei herrlichem Spätsommerwetter konnten wir sogar draußen sitzen und den Londoner Abend genießen. Angenehme Temperaturen, gute Gesellschaft und ein kühles Getränk – London zeigte sich von seiner besten Seite. Wer brauchte da noch eine weitere Sehenswürdigkeit? Oder zählt das so genannte Girly Guiness (Guiness mit black current Sirup) auch als Sehenswürdigkeit? Das wurde jedenfalls unser aller treuer Begleiter für die nächsten Stunden und Tage.
Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei. Anschließend ging es in die hauseigene Bar unseres Hostels, wo wir schließlich etwas länger hängen blieben als ursprünglich geplant. Aus „Wir schauen nur kurz vorbei“ wurde also ein etwas ausgedehnterer Programmpunkt.
Das absolute Highlight: Wir schafften es mit einem Polaroid-Foto auf die Wall of Fame der Bar! Diesen historischen Erfolg verdanken wir vor allem Ben, der sich sowohl sprachlich als auch trinktechnisch mit bemerkenswertem Einsatz für unser Anliegen starkmachte. Ob seine Überzeugungskraft, seine Sprachkenntnisse oder die besondere Stimmung des Abends den Ausschlag gaben, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Fest steht: Wir haben es geschafft. Danke, Ben – für deinen Einsatz im Dienste der gesamten Gruppe!
So endete ein Tag, an dem wir nicht nur London erkundet, sondern auch Kultur erlebt, neue Lieblingsorte entdeckt und uns einen Platz an einer ganz besonderen Wand gesichert hatten. Ein rundum gelungener Dienstag – auch wenn der Mittwochmorgen bereits bedrohlich am Horizont wartete.
Mittwoch – Oxford, Fish and Chips und die Sache mit der Pünktlichkeit
Der Mittwoch begann um 7:00 Uhr mit dem Frühstück. Nach den Erlebnissen des Vorabends waren einige von uns noch nicht ganz auf Betriebstemperatur. Auch Herr Wehren und Frau Wahl brauchten ein bisschen, um wieder wach zu werden. Trotzdem sollte es um 8:00 Uhr losgehen. Die Abfahrt verlief – sagen wir – nicht ganz reibungslos. Pünktlichkeit gehört schließlich nicht unbedingt zu unseren Kernkompetenzen.
Gegen 10:30 Uhr erreichten wir Oxford. Bei bestem Wetter erwartete uns eine Stadt, die mit ihren historischen Gebäuden, alten Colleges und beeindruckenden Fassaden beinahe wie ein Museum unter freiem Himmel wirkte. Hier fühlte man sich direkt ein bisschen schlauer, selbst wenn man gerade nur nach dem nächsten Café suchte.
Am Nachmittag blieb in London Zeit zum Shoppen, bevor am Abend ein echter britischer Klassiker auf uns wartete: Fish and Chips. Während sich einige freuten, die traditionelle Küche auszuprobieren, standen unsere Picky Eater vor einer kulinarischen Herausforderung. Fisch? Mit Pommes? Und das soll ein ganzes Abendessen sein? Nicht alle ließen sich von der britischen Esskultur überzeugen. Manche Dinge brauchen eben mehr als einen Aufenthalt im Vereinigten Königreich.
Für den Abend gab es wieder verschiedene Möglichkeiten. Einige zog es in eine Bar, andere entschieden sich für Shakespeare, während wiederum andere Big Ben bei Nacht bestaunten oder den Abend bei gemeinsamen Spielen verbrachten. So war für jeden etwas dabei – von Kultur bis Nachtleben und von gemütlich bis ausdauernd.
Am Ende ging ein weiterer Tag voller neuer Eindrücke zu Ende. Der Schlafmangel blieb unser treuer Begleiter, aber immerhin konnten wir behaupten, Oxford gesehen zu haben. Bildung muss schließlich sein – selbst mit Augenringen.
Donnerstag – Dinosaurier, Edelsteine und ein regelrechter Fotomarathon
Am Donnerstagmorgen durften wir etwas länger schlafen. Um 8:40 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, bevor es anschließend zur Monument Station ging. Von dort aus fuhren wir alle gemeinsam das erste Mal mit der Tube nach South Kensington, wo unser nächster Programmpunkt wartete: das Natural History Museum.
Vor dem Besuch stand zunächst das gemeinsame Kursfoto vor dem beeindruckenden Dinosaurierskelett auf dem Programm. Dabei blieb es allerdings nicht lange bei einem einzigen Bild. Stattdessen wurden Fotos in sämtlichen denkbaren Konstellationen gemacht: der Englisch-LK 1 von Herrn Wehren, der Englisch-LK 2 von Frau Wahl, die Restgruppe des Mathe-LKs von Herrn Mockenhaupt und eine Restgruppe des Sowi-LKs von Herrn Wehren. Es gab also mehr als genug zu tun – schließlich sollte am Ende jeder irgendwo auf einem Foto zu finden sein.
Herr Mockenhaupt selbst konnte leider nicht dabei sein, da er mit seiner Klasse in York unterwegs war. Ob er angesichts unserer Fotosammlung froh war, nicht auch noch für sämtliche Gruppenbilder posieren zu müssen, bleibt offen. Fest steht: Auch ohne ihn waren wir bestens beschäftigt. Das Dinosaurierskelett wurde kurzerhand zum Fotostudio umfunktioniert, und bevor wir überhaupt das Museum betraten, war bereits eine beachtliche Sammlung an Erinnerungsfotos entstanden.
Anschließend ging es endlich ins Museum. In Kleingruppen konnten wir die verschiedenen Ausstellungen erkunden. Zu den Highlights gehörten das rund 25 Meter lange Blauwalskelett, die Dinosauriergalerie sowie die Ausstellungen zu Mineralien und Edelsteinen. Auch The Cocoon und die Schatzgalerie standen auf dem Programm.
Für den Museumsbesuch hatten wir zwei Stunden Zeit, die wir nutzen konnten, um die verschiedenen Ausstellungen zu erkunden. Einige waren so vertieft in die faszinierende Welt der Dinosaurier, Edelsteine und anderen Exponate, dass sie sogar noch länger im Museum blieben. Die meisten zog es anschließend jedoch in unterschiedliche Richtungen, um die verbleibende Freizeit in London individuell zu gestalten.
Während einige das Viertel South Kensington erkundeten, zog es andere zum Shoppen in die Oxford Street oder für einen Spaziergang in den Hyde Park. Eine Jungengruppe hatte unterdessen Banglatown für sich entdeckt und dort in einem Vintage-Laden fleißig Klamotten geshoppt. Von ihren Fundstücken und dem Viertel waren sie so überzeugt, dass sie es sogar schafften, die beiden begleitenden Kolleg:innen davon zu überzeugen, ebenfalls einen Abstecher dorthin zu machen. Offenbar kann eine gute Vintage-Jacke manchmal überzeugender sein als jedes touristische Highlight. So nutzte jeder die freie Zeit auf seine eigene Weise, und es gab am Abend wieder einiges zu erzählen.
Am Abend trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Abendessen im Hostel. Es gab Baked Potatoes (gut, dass die meisten vorher schon etwas gegessen hatten!), und natürlich wurde die Gelegenheit genutzt, sich gegenseitig von den Erlebnissen des Nachmittags zu berichten. Dabei stellte sich heraus, dass wir trotz desselben Ausgangspunkts wieder ganz unterschiedliche Ecken Londons gesehen hatten.
Danach hieß es langsam Abschied nehmen. Während einige bereits ihre Koffer packten, nutzten andere die verbleibende Zeit, um London noch einmal bei Nacht zu erleben. Zum Abschluss ließen wir den Abend gemeinsam in einem traditionellen Pub ausklingen.
UNO Extreme blieb uns an diesem Abend glücklicherweise erspart. Nach all den Erlebnissen, den vielen gelaufenen Kilometern und dem ausgiebigen Fotomarathon war das vermutlich auch besser so. Schließlich mussten wir am nächsten Morgen bereits um 5:00 Uhr aufbrechen – und selbst die motiviertesten Nachtmenschen haben irgendwann ihre Grenzen.
Freitag – Heimreise, ein genialer Busfahrer und freiwilliges UNO Extreme
Am Freitagmorgen klingelte der imaginäre Wecker für uns alle viel zu früh. Bereits um 5:00 Uhr traten wir die Heimreise an. Nach den ereignisreichen Tagen in London war die Begeisterung über die Uhrzeit überschaubar. Im Bus kehrte schnell wieder jene Stille ein, die wir bereits von der Hinfahrt kannten. Schlaf blieb eben auch am letzten Tag ein beliebtes Hobby.
Auf der Fahrt von London nach Dover stellte sich zunächst die Frage, wie lange wir wohl im typisch chaotischen Londoner Verkehr feststecken würden. Schließlich ist die britische Hauptstadt nicht gerade für freie Straßen und entspannte Autofahrten bekannt. Doch dann kam die Überraschung: Wir kamen erstaunlich gut durch die Stadt und erreichten den Hafen so früh, dass uns noch gut drei Stunden bis zur ursprünglich geplanten Fährüberfahrt blieben.
Drei Stunden! In London! Ohne Stau! Offenbar hatten wir entweder sämtliche Verkehrsgeister auf unserer Seite oder einfach den richtigen Busfahrer.
Und damit kommen wir zu einem echten Helden dieser Rückfahrt: unserem genialen und ausgesprochen lustigen Busfahrer. Statt uns die lange Wartezeit einfach absitzen zu lassen, setzte er sich dafür ein, dass wir schon zwei Stunden früher auf die Fähre konnten. Dank seines Einsatzes wurde aus dem unerwarteten Zeitpuffer eine deutlich angenehmere Rückreise. Für die gute Laune, die sichere Fahrt und diese spontane Lösung gibt es deshalb ein großes Dankeschön!
Doch auch auf der Fähre war die Studienfahrt noch nicht ganz vorbei. Denn was wäre eine Rückreise ohne ein letztes Wiedersehen mit unserem angekündigten Endgegner? UNO Extreme wurde tatsächlich erneut ausgepackt – sogar freiwillig!
Eine große Gruppe stürzte sich mit Frau Wahl und Herr Whren mit erstaunlicher Motivation in die nächste Spielrunde. Damit hatte wohl niemand gerechnet: Aus einer vermeintlichen Strafe war inzwischen eine Freizeitbeschäftigung geworden, für die sich tatsächlich freiwillige Teilnehmer:innen fanden. Die Prophezeiung unserer beiden Kolleg:innen – „Bei Pupillenstillstand wird UNO Extreme mit Frau Wahl gespielt“ – war somit endgültig erfüllt.
Während eine große Gruppe Karten zog, Regeln diskutierte und vermutlich den einen oder anderen Nerv verlor, konnten die übrigen Mitreisenden die Überfahrt vergleichsweise friedlich genießen. UNO Extreme hatte sich seinen Platz in der Geschichte unserer Studienfahrt gesichert. Ob wir es beim nächsten Mal wieder spielen würden? Diese Frage lassen wir an dieser Stelle lieber unbeantwortet.
Nach der Ankunft auf dem Festland ging es mit dem Bus weiter Richtung Heimat. Im Gepäck hatten wir nicht nur unsere Koffer, sondern auch zahlreiche Fotos, gemeinsame Erinnerungen und Geschichten, die vermutlich noch lange für Gesprächsstoff sorgen werden.
Fazit – London war eine Reise wert!
Unsere Studienfahrt war eine gelungene Mischung aus Kultur, Sightseeing, Shopping und unvergesslichen gemeinsamen Erlebnissen. Ob Shakespeare im Globe Theatre, entspannte Pub-Abende bei bestem Wetter, Vintage-Schätze in Banglatown oder spontane UNO-Extreme-Runden auf der Fähre – langweilig wurde es garantiert nicht.
Natürlich lief nicht immer alles nach Plan: Schlafmangel, kleine Zimmer und gelegentliche Verspätungen gehörten ebenso dazu wie jede Menge Spaß und gute Laune. Am Ende bleiben viele Erinnerungen, unzählige Fotos und müde Füße. London war definitiv eine Reise wert – auch wenn wir beim nächsten Mal vielleicht über eine etwas humanere Abfahrtszeit als 1:30 Uhr verhandeln sollten.
Lotti, Inka, Zoe und Antonia