Wer möchte an einem Schüleraustausch in Portugal teilnehmen? Mit dieser Frage hat unsere Reise begonnen.

Nachdem alle Formalitäten geklärt waren und die Austauschpartner zugeteilt wurden, hat es nicht mehr lange gedauert bis es für einige Schülerinnen und Schüler der Q1 los ging.  Damit auch ihr daran teilhaben könnt, berichten wir euch in unserem Reiseblog, was wir vor Ort in Leiria erlebt haben.

Los ging unsere Reise am 12.04. um 02:00 Uhr am Stifts Parkplatz. Nachdem alle 15 Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrpersonen angekommen und der Bus beladen war, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in Richtung des Flughafens Köln/ Bonn. Nach dem Check-in und der Sicherheitskontrolle konnten wir noch einige Zeit im Duty-Free-Bereich verbringen, bevor unser Flugzeug um 05:45 Uhr abhob. Nach der Landung um 07:30 Uhr in Porto, haben wir zunächst unsere Koffer eingelagert und sind anschließend mit dem Zug ins Zentrum der Stadt gefahren. Vor Ort konnten wir dank Herrn Dr. Dietrich Porto besser kennenlernen und unter anderem den Bahnhof Porto São Bento, die Arrábida Brücke und den Fluss Douro als Highlights besichtigen. Später hatten wir Zeit zur freien Gestaltung, welche mit Shopping, Essen und  dem Lauschen von Straßenmusikern entlang des Flusses verbracht wurde, bis um 16:30 Uhr schließlich unser Bus nach Leiria ging.  Dort wurden wir bei unserer Ankunft um 19:10 Uhr bereits herzlich von unseren Austauschpartnerinnen und ihren Gastfamilien empfangen und verbrachten den restlichen Abend in den Familien.

Während der gestrige Tag von müden Gesichtern geprägt war, hieß es nun erstmal wach werden. Gleich zu Beginn haben wir uns daher in der Sporthalle der Schule getroffen, um gemeinsam internationale Tänze auszuprobieren. Obwohl einige Schrittfolgen anfangs ziemlich unmöglich schienen, können wir doch von uns behaupten, dass wir alle sehr viel Spaß hatten, unterschiedliche Kombinationen auszuprobieren. Anschließend konnten wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern die Schule „Francisco Rodrigues Lobo“ auf eigene Faust erkunden. Besonders beeindruckend waren für uns die große Bibliothek, die Cafeteria  sowie die diversen fachspezifischen Unterrichtsräume. Nach unserer kleinen Tour durch die Schule wurden wir dann von der Direktorin begrüßt und saßen bei einem Snack und Getränken gemütlich zusammen, um uns für den darauffolgenden Input zu stärken.  Dieser wurde uns durch die portugiesischen Schülerinnen und Schüler vermittelt. Dazu zählten verschiedene Präsentationen, die im Vorfeld vorbereitet wurden. Wir haben einen kurzen Einblick in die Kultur und Geschichte Portugals, insbesondere Leiria gewinnen können. Typische Gerichte, wie das Dessert Pastéis de Nata, von dem wir dort erstmals gehört haben, wurden zu unserem täglichen Begleiter. Auch über den Fluss Lis, um den sich viele Legenden ragen, gab es einiges zu erzählen. Außerdem haben wir die Guarda-Rios Vögel kennengelernt, die man bei ganz genauem Hinsehen in Leiria wiederfinden könnte. Auch der Wald, der große Flächen der Stadt sowie der Umgebung bedeckt hat, war ein Thema. Des Weiteren haben wir über das Monastery of Batalha gesprochen, um uns auf unseren Besuch dort vorzubereiten. Genauso, gab es Informationen über den Strand Nazaré, bei dem durch die besondere Form des Bodens bedingt durch tektonische Platten sehr hohe Wellen entstehen können, die optimal für das Surfen geeignet sind. Zuletzt hat uns ein Video gezeigt, wie zum Teil noch heute traditionelle Angeltechniken an den Stränden Portugals verwendet werden. Neben kulturellen Aspekten, haben wir auch viel über den Sturm „Kristin“ gehört, welcher im Januar durch Leiria gezogen ist und dabei einiges an Schaden angerichtet hat.  Nachdem wir soviel Informationen erhalten haben, war es Zeit für eine Pause, die wir für das Mittagessen genutzt haben. Gleich darauf stand ein interaktive Rallye - ein sogenanntes „PEDDY Paper“- auf dem Programm, wodurch wir mit viel Spiel und Spaß die Burg und andere Attraktionen Leirias entdecken konnten. Damit war der offizielle Teil des Programms auch vorbei und für einige von uns ging es dann noch in ein Café. Außerdem ergab sich die Chance, einen Blick in das Stadion gewinnen zu können, welche wir natürlich genutzt haben. Danach ging es dann zurück nach Hause zu den Gastfamilien. 

Am Dienstag haben wir uns um 08:30 Uhr an der Schule getroffen, um mit dem Reisebus nach Porto de Mós zu fahren. Von dort wanderten wir über steinige Wege zu dem Aussichtspunkt Fórnea und konnten den beeindruckenden Blick über die weitläufige Landschaft genießen.  Nach einer kurzen Busfahrt ging es weiter mit einer Wanderung entlang des Pedestrian Trail PR6, wo wir weitere Impressionen zur Vegetation gewinnen und uns schließlich mit einem Picknick belohnen konnten.  Nachmittags besuchten wir die Caves of Mira D´Aire, eine Höhle mit eindrucksvollen Höhen und Steinen bevor es mit dem Bus wieder zurück nach Leiria ging.  Dort verbrachten wir nach unserer Ankunft um 18:15 Uhr den restlichen Abend in den Gastfamilien, sowie teils mit unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern in einem Bowling-Zentrum. 

Auch dieser Tag hat wieder einmal spannend begonnen mit dem Besuch des Unterrichts, wobei wir unsere Austauschpartnerin bzw. unseren Austauschpartner begleiten durften. Anschließend folgte ein Vortrag eines Ratsmitglieds zum Zivilschutz, der uns näher über die Naturkatastrophe informiert hat, die sich in Leiria ereignet hat. Im Januar ist ein großer Sturm durch die Stadt gezogen und hat dabei einiges an Schaden angerichtet, der noch lange sichtbar sein wird. Darüber hinaus haben wir erfahren, dass der Schutz der Gesellschaft für solche Situationen neu überdacht werden sollte, um solchen Ereignissen vorzubeugen. Dies kann zum Beispiel durch Notfall-KITs und eine eindringlichere Warnung geschehen, die es bei dem Sturm „Kristin“ zwar gegeben hat, aber kaum ernst genommen wurde, da der Sturm in anderen Gebieten erwartet wurde. Daher ist es ebenfalls dringend notwendig, die Systeme zu verbessern, um über Katastrophen frühzeitig informieren zu können. Dabei haben Bilder und Statistiken schockierend gezeigt, was für ein Ausmaß ein solcher Sturm auf einen Ort haben kann, was uns alle zum nachdenken anregen sollte.  Danach ging es für uns zur Villa Portelha, die sich mit kontemporärer Kunst auseinandersetzt. Dort hat uns Ana bereits erwartet, die uns den Arbeitsplatz sowie die Ausstellung einer Künstlerin gezeigt und über das Gelände der Villa informiert hat, welches vor dem Sturm neu gestaltet worden ist. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Künstlerin es geschafft hat, Dinge, die der Sturm zerstört hat in ihrer Kunst festzuhalten ohne dabei auf Chemikalien zurückzugreifen. Nach einem kurzen Mittagssnack haben wir uns am Centro de Interpretaçao ambiental wiedergetroffen, um noch mehr über die Waldbrände aus dem Jahr 2017, Naturkatastrophen und invasive Arten von Bäumen zu erfahren. Durch die lebhafte Gestaltung und die lockere Art des Mannes fiel es uns nicht schwer, noch einem weiteren Vortrag zu folgen. Zum krönenden Abschluss des Tages sind wir in den Park gegangen, um nach einem kleinen Picknick noch ein paar Dinge für den Strand zu besorgen, an dem uns das eigentliche Highlight erwartet hat: der Sonnenuntergang. Als wir schließlich mit dem Bus dort angekommen sind, haben wir uns die Zeit mit einem kleinen Spaziergang, netten Gesprächen und Volleyball spielen in einer großen Runde vertrieben, um dann alle gemeinsam den Sonnenuntergang anzusehen. 

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Natur. Nach der gemeinsamen Abfahrt mit dem Bus um 08:15 Uhr an der Schule war unser erster Stopp die Lagoa do Ervideira. Ein großer See mit umliegenden Wald, der einst mit vielen sogenannten Pine Trees bepflanzt war, bevor der Sturm Kristin diesen zerstört hatte. Zusammen mit einem Guide durften wir mehr über die Pflanzen, Tiere und die Folgen des Sturms speziell für die Lagoa lernen und selbst einen Teil zur Wiederaufforstung beitragen, indem wir Pine Trees gepflanzt haben. Danach ging es dem Bus weiter entlang des Pedrógão Beach und Beach São Pedro de Moel bevor wir in Nazaré unseren nächsten Stopp machten. Dort wurden wir zunächst dank Pedro und seinen Eltern mit leckerer selbstgemachter Pizaa empfangen - Obrigados! Nach dieser Stärkung ging es „all together as a group as quick as possible“ weiter runter zum Meer, um die hohen Wellen zu bestaunen, die im Winter bis zu 35m hoch werden können und den Ort zu einer bekannten Surf Hochburg machen.  Nach unzähligen Bilder an den Klippen und ein bisschen Freizeit am Strand mit einem Eis fuhren wir mit dem Bus zu unserem letzten Stopp des Tages: das Mosteiro da Batalha. Dort durften wir die imposante Kirche besichtigen und mehr über „Heinrich Whatever“ (eigentlich Heinrich der Seefahrer, Zitat Herr Dr. Dietrich), einen deutschen bekannten Seefahrer erfahren bevor es schließlich, nach einem langen Tag zurück nach Leiria ging. 

Da an diesem Tag ein Streik in der Schule stattgefunden hat, hieß das für viele von uns, dass wir länger schlafen durften. Am Morgen haben wir uns also erneut bei der Villa Portelha getroffen, um an unserem Projekt und Thema des Austauschs „Wir hier draußen“ weiter zu arbeiten. Zunächst haben wir allerdings den Baum eingepflanzt, den wir als Gastgeschenk aus Deutschland von der Baumschule des Stift Keppels mitgebracht haben. Vielleicht schaut ihr mal vorbei, wenn ihr in Leiria seid ;). Ansonsten habt ihr auch die Möglichkeit, euch den Zeitungs- bzw. Facebookbericht direkt aus Leiria anzusehen. Es lohnt sich!  

https://www.facebook.com/100064931490300/posts/1349340087240362/?rdid=QJQaXZNwP8wK83Iv

https://www.diarioleiria.pt/2026/04/18/alunos-alemaes-e-portugueses-juntos-na-consciencializacao-ambiental/

Bei dem Workshop haben wir eine alte Technik der Fotografie verwendet, um unsere Werke sichtbar zu machen. Zuerst haben wir mit einem Pinsel eine Lösung auf ein Aquarellblatt aufgetragen und dann Dinge auf das Blatt gelegt, die wir in der Natur gefunden haben. Sobald uns die Komposition der einzelnen Elemente gefallen hat, haben wir das Ganze mit einer Glasscheibe fixiert und für fünf Minuten in die Sonne gelegt, wo der entscheidende Prozess stattgefunden hat. Daraufhin wurde das Papier mit Wasser abgewaschen und die intensiv blaue Farbe wurde durch das Tauchen in eine andere Lösung schnell sichtbar. Jetzt hieß es nur noch trocknen lassen und dann konnten wir unsere kleinen Kunstwerke auch schon begutachten.  Danach hatten wir erneut Zeit, um etwas zu Essen, was der Großteil der Gruppe bei Mc Donald‘s getan hat. Anschließend gab es noch gratis Pizza, da eine naheliegende Pizzeria ihr Jubiläum gefeiert hat. Daraufhin konnten wir unsere Kunstwerke auch schon wieder abholen und sind dann weiter zur Schule gelaufen, in der wir uns um die Borbereitung der Farewell Party gekümmert haben. Egal ob Video produzieren, Choreographien vorbereiten, dekorieren oder die Austellung vorbereiten; für jede und jeden war etwas dabei, um mitzuhelfen. Nach einer kurzen Pause im naheliegendem Café am Fluss ging es dann auch endlich los. Die Gastfamilien haben einiges an Essen und Getränken zu dem Buffet beigesteuert, unter denen sich zum Teil auch portugiesische Spezialitäten versteckt haben. Außerdem haben wir an diesem Abend gemeinsam mit unserer Austauschpartnerin bzw. unserem Austauschpartner ein Zertifikat erhalten, welches uns festlich verliehen wurde. Anschließend folgte die Vorstellung der verschiedenen Projekte und leider war die Party dann um elf Uhr auch schon wieder vorbei. Trotzdem haben wir die verbleibende Zeit gemeinsam genutzt, um den Abend gemütlich in Leiria ausklingen zu lassen. 

Der komplette Samstag stand uns zusammen mit unseren Gastfamilien zur freien Verfügung, was gleich von allen ausgiebig genutzt wurde. So haben manche noch einen letzten Tag am geliebten Strand verbracht, während der Großteil der Gruppe in die Hauptstadt Portugals gefahren ist. In Lissabon wurde nochmal ausgiebiges Sightseeing betrieben und unzählige Souvenirs gekauft (besonders Pastéis de Nata, ein typisches portugiesisches Dessert) stand hoch am Kurs, sodass am Ende des Tages alle die vielen zurückgelegten Schritte deutlich spürten ;) 

Leider hieß es nach einer Woche voller Erlebnisse und neuer Freundschaften nun auch schon wieder Abschied nehmen.  Um 03:30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag haben wir uns in Leiria an einer Bushaltestelle getroffen, um von dort mit dem Bus zum Flughafen in Porto zu fahren. Von dort aus ging es dann ohne Verzögerungen nach Köln, wo wir von einem kleinen Bus wieder zurück zum Stift Keppel gebracht und von unseren Familien abgeholt wurden.

Willkommen in Deutschland – Schüleraustausch mit Hilchenbach, 26.05. – 02.06.2026

Nach unserer Zeit in Portugal ging es dann in Deutschland weiter 

An diesem Tag hieß es für unsere Gäste: los geht’s nach Deutschland! Gegen Mittag sind unsere portugiesischen Schüler und Schülerinnen in Düsseldorf gelandet und haben dort den restlichen Tag verbracht. Abends ging es nach Hause in die Gastfamilien, wo sich alle von dem langen Tag erholen konnten.

Am Mittwoch begann unser Austauschprogramm in Deutschland richtig. Nachdem wir uns morgens um 07:50 Uhr an der Schule getroffen hatten, stand zunächst eine Schulführung für die portugiesischen Schüler*innen auf dem Programm. An verschiedenen Themenstationen erhielten sie Einblicke in unseren Schulalltag. Dazu gehörten unter anderem die Bereiche „Sports & Health“, „Cafeteria & Everyday Life“ sowie „Digital Learning“. So konnten sie unsere Schule kennenlernen und erfahren, wie Unterricht und Schulleben bei uns gestaltet sind. Anschließend fuhren wir gemeinsam mit dem Zug nach Hilchenbach zu den Klimawelten. Dort beschäftigten wir uns mit dem Thema nachhaltige Ernährung und Kochen. In kleinen Gruppen bereiteten wir verschiedene Gerichte mit heimischen Wildkräutern zu. Dabei entstanden unter anderem Brennnesselbrötchen und gefüllte Kräutertaschen mit Giersch. Neben dem Kochen erfuhren wir viel über die Verwendung regionaler Zutaten und deren Bedeutung für eine nachhaltige Lebensweise. Nach einer kurzen Zugfahrt nach Siegen nahmen wir an einer Stadtführung zum Thema nachhaltige Erinnerungskultur teil. Dabei lernten wir nicht nur interessante Aspekte der Stadtgeschichte kennen, sondern entdeckten auch viele schöne Plätze und Sehenswürdigkeiten in der Siegener Innenstadt. Den Abend ließen wir gemeinsam im Freibad Müsen mit schwimmen, Karten und Volleyball spielen ausklingen.

Auch an diesem Tag haben wir uns erneut in der Schule getroffen. Dort hat der Tag mit einer gemeinsamen SoWi-Stunde begonnen, in der alle Anwesenden aktiv teilnehmen durften, da der Unterricht und die Diskussionen auf Englisch stattgefunden haben. Daraufhin ging es spannend weiter mit einer kleinen Mini Science Show, in welcher physikalische und chemische Experimente hautnah erlebt werden konnten. Anschließend haben wir das Stifts eigene Museum besucht, in der uns Frau Schwarz einiges über die damaligen Schülerinnen und ihre Lebensweise erzählen konnte. Um uns zu stärken, haben wir alle gemeinsam in der Cafeteria Pizza und Salat zu Mittag gegessen. Am Nachmittag folgte dann eine Führung durch die Krombacher Brauerei, zu der uns ein Shuttle Bus gebracht hat. Dort konnten wir nicht nur einen Einblick in den Gärungsprozess und die Umfüllung der Getränke gewinnen, sondern anschließend bei belegten Broten selbst die Getränke verkosten. Danach ging es für einige noch in die Eisdiele oder zur Ginsburg, wo wir den Abend gemütlich ausklingen lassen haben.

Morgens haben wir uns um 09:09 Uhr am Bahnhof Siegen getroffen und uns gemeinsam mit dem Zug auf den Weg ins sonnige Köln, bei 32 Grad gemacht. Dort angekommen besuchten wir zunächst den beeindruckenden Kölner Dom und konnten die besondere Atmosphäre des Wahrzeichens der Stadt erleben. Anschließend teilte sich die Gruppe auf: Einige besuchten das Olympiamuseum, während andere das Schokoladenmuseum erkundeten. Beide Ziele boten viel Raum zum Ausprobieren und Erleben, sodass auch noch einige Souvenirs als Andenken an die Zeit gekauft wurden. Später hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Die meisten nutzten diese, um durch die Innenstadt zu bummeln, shoppen zu gehen, etwas zu essen oder einfach die Aussicht auf die Stadt und den Rhein zu genießen. Bevor es schließlich schon wieder nach einem langen, anstrengenden Tag mit dem Zug zurück nach Hilchenbach ging.

Da uns dieser Tag spontan zur freien Verfügung stand, haben wir uns dazu entschieden, gemeinsam an den Biggesee zu fahren. Dafür haben wir uns bei der Waldeburger Badebucht in Attendorn getroffen. Dort angekommen, haben wir uns ein gemütliches Plätzchen im Schatten gesucht und dort unsere Picknickdecken ausgebreitet. Neben einer willkommenen Abkühlung im Wasser gab es außerdem die Möglichkeit, Volleyball oder Wikingerschach zu spielen, sodass der Tag leider viel zu schnell vorbei ging. Trotzdem blieb das Highlight des Tages wohl doch der geglückte Antrag, von dem einige von uns Zeugen werden durften. Schließlich ging es für alle wieder nach Hause, da viele mit den Familien geplant hatten zu Grillen.

Am Sonntag verbrachten wir, genau wie am Tag zuvor, den Tag in unseren Gastfamilien. Dabei unternahmen wir viele verschiedene Aktivitäten: Einige von uns besuchten das Aquamagis, während andere an einer Kanutour teilnahmen oder die Kindelsbergstraße besuchten. Abends haben wir uns alle wieder zusammen im Alten Bahnhof in Allenbach zum gemeinsamen Kegeln getroffen. Dort probierten wir verschiedene Spielvarianten aus, darunter „Space Race“ und „Kleine & große Hausnummern“, was für viel Spaß und spannende Wettkämpfe sorgte. Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den Weg zur Breitenbachtalsperre. Dort genossen wir den Sonnenuntergang und nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang.

Auch heute stand wieder einiges auf dem Programm. Zunächst haben wir uns neben den Tennisplätzen getroffen, um dort gemeinsam mit der AG Zukunftswald ein paar Vorbereitungen zu treffen. Wir durften uns entscheiden, ob wir lieber Schilder löten oder den Komposthaufen vorbereiten wollten. Danach folgte ein Vortrag von einem Förster, zu dessen Gebiet zum Teil auch der Wald des Gymnasiums gehört. Er hat uns über die vorherrschenden Probleme in dieser Region aufgeklärt, zu denen vor allem die Trockenheit und der Borkenkäfer gehören. Anschließend sind wir zur Talsperre gelaufen, um uns direkt vor Ort solche und auch neu entstandene Stellen anzusehen. Dabei konnten besonders Mischwälder von den Bedingungen profitieren, da diese besonders resistent gegenüber Naturkatastrophen sind. Dies war besonders im Hinblick auf den Schwerpunkt des Austauschs – Nachhaltigkeit – von Bedeutung. Von dort aus haben wir unseren Weg nach Müsen fortgesetzt zum Stahlbergmuseum. Dort hat uns Herr Mockenhaupt eine kleine Führung gegeben. Anschließend konnten wir das Bergwerk – in einem der bedeutendsten mittelalterlichen Bergbaureviere Deutschlands – besichtigen. Mit Helm ausgestattet, ging es für uns durch schmale Gänge immer tiefer in den Berg hinein. Am Nachmittag haben einige von uns ein Eis gegessen, während wir den historischen Marktplatz gezeigt haben. Anschließend ging es zum Minigolf, wobei Justus mit 45 Schlägen und deutlichem Abstand gewonnen hat. Daraufhin folgte ein schnelles Abendessen und die letzten Vorbereitungen für die Party. Dafür haben wir uns gemeinsam in dem Abteigarten des Stift Keppels getroffen. Jeder hat ein paar Snacks und Getränke mitgebracht. Außerdem konnten wir in gemütlicher Runde, neben einem Feuer im Pavillon sitzen oder auf dem Schulhof Fußball spielen. Leider war die Party dann auch schon wieder vorbei und es ging wieder nach Hause, um sich vor dem Abreisetag noch einmal auszuruhen.

Am letzten Tag des Austausches haben wir uns alle nochmal in der Schule zu einem gemeinsamen Frühstück getroffen. Von Käsekuchen bis zu frischen Früchten hatten wir ein tolles Buffet, sodass es niemandem an nichts gemangelt hat. Anschließend haben wir uns weiter mit unseren Projekten beschäftigt und diese weitgehend beendet. Dabei sind tolle Reiseberichte, Kochbücher und Handouts entstanden, die uns noch lange an die Zeit erinnern werden. 

Nach der Präsentation der Ergebnisse hieß es leider aber auch schon wieder Abschied nehmen. Eine schöne Zeit ging zu Ende.

Insgesamt waren es zwei unvergessliche Wochen mit vielen besonderen Erlebnissen – von beeindruckender Natur über spannende kulturelle Einblicke bis hin zu neuen Freundschaften. Vielen Dank an alle Lehrer, die dazu beigetragen haben und dies überhaupt erst ermöglicht haben! Ein großer Dank geht natürlich auch an ERASMUS+. Vielen Dank für eure Unterstützung!